Qualitätsstandard DGfS

Datenbank anerkannter Systemaufsteller (DGfS)

Die DGfS hat sich zum Ziel gesetzt, eine möglichst kompetente Form der Ausübung der Aufstellungsmethode zu fördern. Schon seit Jahren führt sie deshalb eine Datenbank anerkannter Systemaufsteller (DGfS), die die Qualitätskriterien der DGfS erfüllen.

Ziel und Zweck der Qualitätsstandards
Die DGfS leistet mit der Entwicklung der Qualitätsstandards einen Beitrag zur professionellen und seriösen Anwendung der Aufstellungsarbeit. Die Qualitätskriterien sollen den Patienten, Beratungssuchenden, Klienten oder Kunden zu einer besseren Orientierung bei ihrer Suche nach einem qualifizierten Systemaufsteller verhelfen. Der DGfS liegt die Qualitätssicherung am Herzen, von uns werden nur Aufsteller empfohlen und in der Datenbank aufgeführt, die die Voraussetzungen für die Anerkennung als Systemaufsteller (DGfS) erfüllen.

Grenzen von Qualitätsstandards

Die Systemaufsteller in den von uns geführten Datenbanken erfüllen diejenigen Kriterien, die für die DGfS nachprüfbar sind. Sie betreffen vor allem den individuellen Ausbildungsgang und die Beurteilung der Eignung für die Arbeit, so wie sie innerhalb von Weiterbildungen sichtbar wird.
Um die Beachtung der impliziten Kriterien sicher zu stellen, haben  wir eine Beschwerdestelle eingerichtet, die sogenannte Ombudsstelle, an die sich jeder wenden kann, der auf Grund seiner Erfahrung mit der Aufstellungsarbeit oder einem Aufsteller eine Unstimmigkeit klären möchte. Die Ombudsstelle setzt sich mit dem Antragsteller und dem Aufstellungsleiter in Verbindung und leitet einen Klärungs- und Lösungsprozess ein.

Die DGfS versteht Systemaufstellungen als eine systemische Methode, die nach Studien- oder Berufsabschluss, mehrjähriger Berufserfahrung sowie nach Abschluss einer anerkannten Weiterbildung in Beratung oder in einem Psychotherapieverfahren erlernt und angewendet werden kann.

Anerkennung zum Systemaufsteller (DGfS)

Für die Anerkennung zum Systemaufsteller / zur Systemaufstellerin (DGfS) gelten folgende Voraussetzungen:

1. Berufsausbildung und Berufserfahrung

Die BewerberInnen verfügen über einen abgeschlossenen, in der Regel psychosozialen, pädagogischen, medizinischen, beratenden oder psychotherapeutischen Grundberuf und einer dreijährigen Berufserfahrung. Personen anderer Berufsgruppen – Quereinsteiger – können nur anerkannt werden, wenn sie bereits über eine mindestens dreijährige Berufserfahrung in einem der oben genannten Berufsfelder verfügen.

2. Qualifizierte Weiterbildung in Psychotherapie oder Beratung

Die BewerberInnen haben zusätzlich zur Weiterbildung in Systemaufstellungen nach den Richtlinien der DGfS eine qualifizierte Weiterbildung in Psychotherapie oder in Beratung absolviert. Unter Beratung verstehen wir die professionelle psychosoziale Beratung von Einzelnen und Gruppen mit dem Ziel, Problemlösungen oder Veränderungsprozesse anzustoßen und zu begleiten.
Es müssen nachgewiesen werden:

Mindestens 30 Tage Weiterbildung
Mindestens 10 Tage Gruppenselbsterfahrung
Mindestens 20 Stunden Einzelselbsterfahrung

3. Weiterbildung in Systemaufstellungen

Die BewerberInnen haben eine mindestens zweijährige Weiterbildung in Systemaufstellungen absolviert, die folgende Bausteine umfasst:

Mindestens 16 Tage Theorie und Methode
Mindestens 9 Tage Selbsterfahrung 
Hierzu gehören mindestens drei Aufstellungen des eigenen Familiensystems (Herkunfts- und Gegenwartsfamilie)
Mindestens 5 Tage Supervision
Hierzu gehören Fallbesprechungen und Supervisionsaufstellungen zu Fällen aus der Praxis des angehenden Systemaufstellers, sowie mindestens zwei Aufstellungen, die der Auszubildende unter Supervision des Lehrtherapeuten selber durchführt.
Mindestens 5 Tage Arbeit in Peergruppen
Mindestens 6 Tage Hospitation bei anerkannten Systemaufstellern (DGfS)
Anmerkung: Ein Tag gleich 8 Unterrichtseinheiten, eine Unterrichteinheit gleich 45 Min.

Für alle Weiterbildungen, die ab dem Stichtag 1.5.2013 beginnen, gilt: 
Es werden nur noch Weiterbildungen in Systemaufstellungen anerkannt, die von Lehrtherapeuten und Lehrtrainern (DGfS) durchgeführt werden.

4. Anerkennung und Selbstverpflichtung

Durch die DGfS anerkannte Systemaufsteller sind berechtigt, sich

„Anerkannte Systemaufstellerin (DGfS)“, bzw.
„Anerkannter Systemaufsteller (DGfS)“
zu nennen und werden in die entsprechende Datenbank der DGfS eingetragen. 
Die Anerkennung und das Führen des Titels Systemaufsteller (DGfS) ist an die Mitgliedschaft in der DGfS gebunden und erlischt bei Austritt aus der DGfS. 
Ebenfalls bindend ist die Verpflichtung zu kontinuierlicher Weiterbildung und / oder Supervision / Intervision von mind. 20 Unterrichtseinheiten im Jahr. Die Einhaltung dieser Verpflichtung kann vom Weiterbildungsausschuss überprüft werden. 
Nationale und regionale Veranstaltungen der DGfS (Kongresse, Tagungen, Regionaltage sowie andere ausgewiesene Veranstaltungen) werden als kontinuierliche Weiterbildung angerechnet.

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Anerkennung für Weiterbildungen in Systemaufstellungen (DGfS)

Für alle Weiterbildungen, die ab dem 1.5.2013 beginnen, gilt folgende Regel: 
Es werden nur noch Weiterbildungen in Systemaufstellungen anerkannt, die von mindestens einem „Lehrtherapeuten / Lehrtrainer für Systemaufstellungen (DGfS)“ durchgeführt werden.

Anerkannt werden zwei Wege der Weiterbildung:

mindestens zwei Lehrtherapeuten / Lehrtrainer (DGfS) sind in der Weiterbildung tätig, oder
ein verantwortlicher Lehrtherapeut / Lehrtrainer (DGfS) führt die gesamte Weiterbildung durch. Für die Anerkennung der Weiterbildung bedarf es in diesem Fall der Ergänzung von mindestens – vier Tagen Selbsterfahrung und / oder Hospitation jeweils bei externen Lehrtherapeuten / Lehrtrainern (DGfS).

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