Das Programm des Basiskurses über Systemaufstellungen

Einleitung

Der Kurs besteht aus 8 Modulen, drei Tage jeweils (Die Dauer beträgt mindestens 8 Stunden pro Tag). Jedem Modul folgen zwei praktische Tage (mindestens 8 Stunden pro Tag). Am Ende des Kurses finden zwei Supervisionsmodule statt, jeder von denen dauert drei Tage. Dabei muss jeder Auszubildende mindestens zwei Aufstellungen unter Supervision des Lehrtherapeuten selber durchführen.

Am Kurs dürfen alle Interessenten teilnehmen.

Bei erfolgreichem Abschluss des Kurses wird eine Referenz ausgestellt, die den Kursteilnehmer dazu berechtigt, sich für die Aufnahme bei DGfS zu bewerben. Bei Bedarf können wir Ihnen beim Bewerbungsprozess helfen.

Kursprogramm

Modul 1: Grundlagen der Familienaufstellungen. Theorie und praktische Umsetzung. Aus der Geschichte der Systemaufstellungen.

Datum: 1-5 Mai 2015

Ablauf: 5 Tage (3 Tage – Theorie, 2 Tage – praktische Übungen)

Uhrzeit: 10.00-19.00

  1. Einführung in Aufstellungsarbeit (30-40 Minuten praktischer Übungen in Paaren – Beobachtung der Wahrnehmungen);
  2. Aus der Geschichte der Systemaufstellungen. Zusammenfassung des Lebenslaufes und der Werke von B. Hellinger und anderer führenden Aufsteller; potentielle Entwicklung der Methodik;

3. Phänomen der stellvertretenden/ repräsentativen Wahrnehmung:

3.1.  Über Experimente von Albert Mahr und Kirlianfotografie;

3.2.  Systemisch-phänomenologischer Ansatz. Vergleich mit anderen Richtungen in Therapie und Beratung. Was ist der Unterschied zwischen Aufstellungsarbeit und klassischer Psychotherapie?

3.3.  Grundlagen der Arbeit mit Familienaufstellungen. Was ist eine stellvertretende Wahrnehmung? Warum und wie funktioniert eine Aufstellung? Morphogenetische / -wissende Felder;

3.4.  Quantenphysik und Therapie. Unterschiede und Gemeinsamkeiten.

4. Grundlagen der Familienaufstellungen:

4.1.  Das System. Familie als System. Grenzen des Systems. Ordnungen und Grunddynamiken in Familiensystemen (Herkunfts- und Gegenwartsfamilie)

4.2.  Liebe und Ordnung. Ordnung in Familiensystemen;

4.3.  Vier Grundregeln der Familienaufstellungen. Die Ordnungen der Liebe.

5. Über Gefühle in Systemen:

5.1.  Grundlegende Gefühlsarten: primäre, sekundäre, übernommene und systemische und Meta-Gefühle. Verschiebung und doppelte Verschiebung;

5.2.  Hauptumgangsformen mit Gefühlen (fühlen, reagieren, verdrängen, verneinen);

5.3.  Was kann den Gefühlen in Systemen passieren? Der Mechanismus der Gefühlsübertragung;

 

Übungen, Demonstrationen, praktische Arbeit mit Anliegen der Teilnehmer und eingeladener Klienten.

 

Modul 2: Grundlagen der Familienaufstellung. Fortsetzung.

Wichtigste Etappen der Arbeit mit Familienaufstellungen.

Datum: 3-7 Juli 2015 (kann eventuell auf September verschoben werden)

Ablauf: 5 Tage (3 Tage – Theorie, 2 Tage – praktische Übungen)

Uhrzeit: 10.00-19.00

  1. Erste Etappe: Die Arbeit mit dem Anliegen des Klienten

1.1.  Über die Bereitschaft des Therapeuten für die Aufstellungsarbeit. Test auf die Präsenz des Therapeuten. Methodik des Eingangs in den Präsenzzustand;

1.2.  Aufstellungsinterview (Ressourcen des Klienten und die zu ändernden Systemen);

1.2.1.     Wer steht im Fokus des Therapeuten bei der Aufstellungsarbeit mit dem Klienten und warum? Über klienten- und therapeutenzentrierte  Ansätze bei der Durchführung der Aufstellungen;

1.2.2.     Aufsetzen eines therapeutischen Vertrages mit dem Klienten. Kontaktaufnahme, Arbeit mit dem Anliegen;

1.3.  Abklären und Formulieren des Anliegens:

1.3.1.     Unterschiedliche Bearbeitungsarten der Anliegen in der Aufstellungsarbeit;

1.3.2.     Unterschiedliche Typen der Klienten und deren Arbeitsbereitschaft;

1.3.3.     Über das Energielevel des Anliegens. Bei welchem Anliegen kann man eine Aufstellung machen und bei welchem nicht;

1.3.4.     Über den Widerstand des Klienten und seine Ursachen;

1.3.5.     Übersicht der Methoden, die den Energielevel des Anliegens steigern können. Ein Muster für das Formulieren eines Anliegens mit einem für die Aufstellung genügenden Energielevel;

1.3.6.     Handwerkszeug: Hypothesenbildung. Fokus. Offenes Herangehen, absichtslos, achtsam, ernsthaft.

2.  Zweite Etappe: Für die Aufstellung notwendige Information sammeln (wichtige Information filtern, Techniken der Informationssammlung, Grundlagen der Arbeit mit einem Genogramm, dessen Einsatz beim Sammeln der Information und weiterer Aufstellungsarbeit).

3.  Dritte Etappe: Ein System und die Aufstellungsteilnehmer auswählen. Wen und was kann ein Stellvertreter vertreten? Unterschiedliche Arten des Stellvertretertums. Freie Elemente und Besonderheiten der Arbeit mit ihnen.

4.  Vierte Etappe: Auswahl der Stellvertreter (Was muss man beim Auswahl der Stellvertreter beachten, Gegenanzeigen gegen Teilnahme, Sicherheitstechniken für Stellvertreter in einer Aufstellung).

5.   Fünfte Etappe: Aufstellung der ersten Systemversion durch Klienten. Was ist die “innere Gestalt” und wie arbeitet man damit?

6.   Sechste Etappe: Erhalten primärer Information von Aufstellern.

7.   Siebte Etappe: Erhalten weiterer Informationen von Stellvertretern, aus dem Aufstellungsfeld und vom Klienten.

8.   Achte Etappe: Das Auffinden der Systemdynamik und Verstrickungen

8.1.  Über „das Gewissen“ in Systemen (laut B. Hellinger): Verschiedene Arten vom Gewissen. Das Schuldgefühl und sein Einfluss.

8.2.  Was sind Systemdynamiken und wie entstehen sie? Inklusion, Verstrickungen und Identifikation.

9.   Neunte Etappe: Lösungsfindung.

9.1.  Wiederherstellung der richtigen Ordnung;

9.2.  Verbeugungen:

9.2.1.     Sinn der Verbeugungen (energetischer Schutz, Rückgabe der Schuld, des Schuldgefühls und der Würde);

9.2.2.     Verschiedene Arten der Verbeugungen (Augen, Kopf senken, sich auf den Boden hinlegen, Postration);

9.2.3.     Praktische Übungen mit unterschiedlichen Verbeugungsarten

9.3.  Lösungssätze und Interventionen;

9.4.  Rituale und deren Einsatz in der Aufstellungsarbeit;

9.5.  Lösungsgestalt. Was muss man beim Abschließen einer Aufstellung beachten und wie man es richtig machen muss.

9.6.  Die während der Aufstellung erarbeiteten Lösungen ins Leben integrieren. Einsetzen anderer psychotherapeutischen Methoden. Hausaufgaben.

 

Übungen, Demonstrationen, praktische Arbeit mit Anliegen der Teilnehmer.

 

Modul 3: Beziehungen zwischen Eltern und Kindern

Datum: 28 August – 1 September oder 18-22 September 2015

Ablauf: 5 Tage (3 Tage – Theorie, 2 Tage – praktische Übungen)

Uhrzeit: 10.00-19.00

1.1  Wer gehört zur Herkunftsfamilie?

1.2  Eltern-Kind-Beziehungen. Loyalität. Familienhierarchie.

1.3  Kindliches magisches Denken. Blinde und sehende Liebe.

1.4  Familienordnungen zwischen Eltern und Kindern.

2.  Aufstellungsarbeit mit der Eltern-Kind-Beziehungen:

2.1. Die Annahme des Lebens und der Eltern. Über das Gebot „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“ im Aufstellungskontext;

2.2. Der Preis für das Leben. Wie nimmt man das Leben auf einen hohen Preis wahr: Praktische Anweisungen für die Aufstellungsarbeit;

2.3. Welche Aspekte des Familiensystems beeinflussen das Leben eines Kindes und wie? Beispiele;

2.4. Über den Konflikt zwischen den Loyalitätsgefühlen zum Vater und zu der Mutter.

3. Über die unterbrochene Hinbewegung. Methoden seiner Wiederherstellung. Meditation: Die unterbrochene Hinbewegung zur Mutter und ihre Folgen;

4. Ex-Partner der Eltern und Großeltern und deren Auswirkung auf die Kinder;

5. Über Konsequenzen der Scheidung für die Kinder. Über den Loyalitätskonflikt in diesem Kontext. Wie geht man ihn in einer Aufstellung an?

6. Brüder und Schwestern, Halbgeschwister und Zwillinge. Über einen in der Gebärmutter gestorbenen Zwilling und Wichtigkeit der Aufstellungsarbeit in diesen Fällen;

7. Abtreibungen und Fehlgeburten und Arbeit mit solchen Fällen:

7.1. Mögliche externe und interne Gründe der Abtreibungen. Das Prinzip der Nichtaufnahme der Verurteilung der Eltern von den Kindern;

7.2. Folgen von Abtreibungen für Eltern und Kinder;

7.3. Inklusion der abgetriebenen und bei der Fehlgeburt verstorbenen Kinder ins System;

7.4. Ins Herz Schließen dieser Kinder;

7.5. Was man machen muss, wenn es unklar ist, ob und wie viele Abtreibungen die Eltern hatten;

8. Sonderfälle bei der Arbeit mit Eltern-Kind-Beziehungen:

8.1. Weisenkinder und adoptierte Kinder, nicht eheliche Kinder, durch künstliche Befruchtung entstandene Kinder;

8.2. Besonderheiten der Aufstellungsarbeit mit Weisenkindern. Adoptierte Kinder;

8.3. Folgen der Verheimlichung oder Lüge über die wahre Entstehung des Kindes;

8.4. Nicht eheliche Kinder und Besonderheiten der Aufstellungsarbeit mit ihnen;

8.5. Arbeit mit Klienten, die als Kind eine Vergewaltigung oder Inzest erfahren mussten. Besonderheiten der Aufstellungsarbeit mit Inzest-Fällen;

8.6. Arbeit mit den Kindern, die als Folge eines sexuellen Missbrauchs geboren wurden.

 

Übungen, Demonstrationen, praktische Arbeit mit Anliegen der Teilnehmer.

 

Modul 4: Mann und Frau. Beziehungen zwischen den Geschlechtern. Wenn ein Paar zu einer Familie wird.

Datum: 13-17 November 2015

Ablauf: 5 Tage (3 Tage – Theorie, 2 Tage – praktische Übungen)

1. Männliches und weibliches Seite in jedem von uns. Anima und Animus. Wie entstehen Frauen-Männer und Männer-Frauen?

2. „Muttersöhnchen“ und „Vaterstöchterchen“. Besonderheiten einer Beziehung zwischen denen;

3. Beziehungen in einem Paar. Hauptregeln, die für eine Beziehung relevant sind:

3.1. Liebespartnerschaft als Höhepunkt der zwischenmenschlichen Beziehungen;

3.2. Verliebtheit macht blind, echte Liebe macht sehend.

4. Sexuelle Beziehung

4.1. Was ist in einer Partnerschaft für einen guten Sex wichtig?

4.2. Über eine Bruder-Schwester-artige Beziehung (wir sind uns so ähnlich, haben gemeinsame Interessen usw.) und den Einfluss so eines Verhaltensmodells auf den Sex;

4.3. Eine Bruder-Schwester-artige Beziehung im Rahmen des systemischen Ansatzes. Mit welchen Aufstellungsdynamiken müssen wir uns in solchen Fällen auseinandersetzen?

4.4. Zusammenhang zwischen nicht befriedigendem Sexleben und dem Verlust eines früh  verstorbenen Zwillings/Geschwisterkinds. Problemlösung durch Aufstellungsarbeit.

5. Wenn ein Paar zu einer Familie wird; Orientierung des Beziehung auf die Kinder;

6. Respekt und Liebe. Prioritäten. Einen Partner im Kind sehen und respektieren können. Die richtige Ordnung: Liebe für das Kind entwickelt sich durch die Liebe zum Partner;

7. Unfruchtbarkeit und bewusster Verzicht auf Kinder. Konsequenzen für die Beziehung. Aufstellungsarbeit in solchen Fällen;

8. Die Bedeutung der Abtreibungen und deren Folgen;

9. Dreiecksverhältnisse. Lösungsansätze, die durch die Aufstellungsarbeit entstehen können. Beispiele, unter anderem Aufstellungsuntersuchungen anhand der klassischen Literatur;

10. Ex-Partner, Kinder aus den vorherigen Beziehungen;

11. Trennungen und Scheidungen. Systemaufstellungen für eine harmonische Beendigung einer Beziehung:

11.1. Beendete und unbeendete Beziehungen, deren Einfluss auf das Paar;

11.2. Warum es wichtig ist eine Beziehung friedlich zu beenden;

11.3. Wie man eine Beziehung harmonisch endet. Scheidungsprozess in der Aufstellung;

12. Ein Paar als ein einheitlicher Organismus und eins der Grundelemente der Weltordnung. Sich als Paar weiterentwickeln und wachsen. Einsetzen eines vierteiligen Modells bei der Arbeit im Falle von ernsthaften Beziehungsproblemen.

 

Übungen, Demonstrationen, praktische Arbeit mit Anliegen der Teilnehmer.

 

Modul 5: Ahnensystem und Beziehungen innerhalb einer Sippe. Arbeit mit schweren Dynamiken und deren Folgen: Einsatzbereiche und -methoden (psychische Krankheiten in einer leichten Form, Süchte und Co-Abhängigkeiten)

Datum: 22-26 Januar 2016

Ablauf:5 Tage (3 Tage – Theorie, 2 Tage – praktische Übungen)

Uhrzeit: 10.00-19.00

1. Ahnensystem. Wer gehört zum Ahnensystem. Grundordnungen.

2. Hierarchie innerhalb des Ahnensystems. Systemordnung eines Menschen, der zu unterschiedlichen Systemen gehört. Das Persönliche und das Kollektive. Der Familien-, Gruppen-, Volks- und Menschheitsgeist. Ethik.

3. Die Erfahrung unserer Vorfahren. Deren Bedeutung in unserem Leben:

3.1. Ahnensystem als Ansammlung von Beziehungsmodellen und -mustern, die überlebenswichtig sind und auch für Lebensübertragung und -bedingungen aller Angehörigen der Ahnen von einer großen Bedeutung sind;

3.2. Das Gewissen der Vorfahren laut B. Hellinger und dessen besondere Auswirkung auf den Menschen; Schuld und Unschuld auf der Ahnenebene. Konflikte zwischen eigenem und Ahnengewissen, sowie Methoden zu deren Auflösung in Aufstellungen;

3.3. Familien- und Ahnentraditionen. Wie Traditionen und institutionalisierte Beziehungsmuster unseren Lebensablauf hindern und fördern. Änderung der Traditionen und der Preis, den man dafür zahlen muss.

4. Einfluss der Herkunftsfamilie des Partners auf die Eltern-Kind-Beziehung. Unterschiedliche Verstrickungsdynamiken (fatale Beziehungen, Identifikation, jemandem folgen…, an Stelle von jemandem gehen…, für die Taten der Vorfahren büßen). Loyalitätskonflikte zwischen der Familie und den Ahnen.

5. Interkulturelle und interreligiöse Ehen in der Ahnen und deren Einfluss auf die Nachkommen;

6. Dynamiken von Erbvermächtnisses und offenen Rechnungen in der Ahnenreihe;

7. Spezielle Dynamiken in Familiensysteme: Patchwork-Familie, Migration, Umsiedlung, Adaption, Vertreibung; Adaptiv- und Pflegefamilien und Besonderheiten der Aufstellungsarbeit mit denen.

8. Schwere Schicksale in der Ahnenreihe und deren Einfluss auf die Familie, Arbeit mit dessen Folgen:

8.1. Die Aggressorrolle (Mörder, Vergewaltiger) im System und wie man mit ihr in einer Aufstellung umgeht. Die Ansicht aus einer anderen Dimension.

8.2. Ausgeschlossene, Ausgetriebene und Vergessene – Konsequenzen für die Nachkommen. Methoden des Einschließens von “schweren” Elementen in das System;

8.3. Aufstellungsarbeit mit äußerst schwierigen Fällen in der Ahnenreihe (Vergewaltigung, Mord, Inzest usw.). Gründe und Ursprünge von psychischen und psychosomatischen Krankheiten aus der Sicht der systemischen Therapie und Aufstellungsarbeit.

8.4. Grunddynamiken bei psychosomatischen und psychischen Krankheiten. In welchen Fällen ist eine Aufstellung einsetzbar und welchem Format? Grundanforderungen an die Sicherheit des Klienten, Therapeuten und der Gruppe für die Durchführung solcher Arbeit.

9. Einführung in die Arbeit mit Süchtigen (Drogen-, Alkohol) und co-abhängigen Familienmitgliedern.

 

Übungen, Demonstrationen, praktische Arbeit mit Anliegen der Teilnehmer.

 

Modul 6: Leben, Krankheit, Tod. Schwere Traumata und Krankheiten: Methoden der Aufstellungsarbeit. Verstorbene und deren Einfluss auf Beziehungen.

Daten: März-Mai 2016

Ablauf: 5 Tage (3 Tage – Theorie, 2 Tage – praktische Übungen)

Uhrzeit: 10.00-19.00

1. Leben und Tod in unterschiedlichen Kontexten: Alltags-, Aufstellungs-, geistlichem usw.;

2. Wenn der Tod an die Tür klopft. Der Sterbeprozess und sein Einfluss auf andere Systemangehörige;

3. Wie man mit dem Verlusttrauma oder der Angst die Nächsten zu verlieren arbeitet. Verabschiedungsrituale.

4. Basismodelle der Aufstellungsarbeit mit den Gestorbenen und deren Familienangehörigen. Wichtige Lösungssätze.

5. Besonderheiten und Mechanismen der Arbeit mit Basiselementen wie Leben, Tod, Krieg, System, Gotteswillen, Schicksal usw. in einer Familienaufstellung.

6. Schwere und lebensbedrohliche Krankheiten, Behinderungen in der Familie, deren Einfluss auf Beziehungen und andere Familienmitglieder. Änderungen in der Grundordnung des Systems im Falle einer schweren Krankheit.

7. Unfälle, früher Tod, Selbstmordfälle im System und deren Einfluss auf den Klienten. Suizidgedanken: Suche nach dem Grund, Ursprung. Besonderheiten der Therapie in solchen Fällen.

8. Der Tod. Welche Dynamiken entstehen, wenn man ihn verdrängt und mit ihm nicht umgeht. Schuldgefühle gegenüber Gestorbenen und wie man sie bewältigen kann.

9. Mord-, Vergewaltigungs- und Inzestfälle in der Familie. Dynamik Opfer-Täter im Familiensystem und deren Einfluss auf andere Familienmitglieder.

10. Dynamik Opfer-Täter in größeren Maßstäben:

10.1. Kriege, internationale Konflikte, Kreuzzüge, religiöse Kriege, Repressionen usw. und Dynamiken, die mit Fällen von Massenvernichtung zu tun haben;

10.2. Arbeit mit der Opfer-Täter-Dynamik in solchen Fällen;

10.3. Fällen von Vermissten – Soldaten, Kinder, Eltern, andere Familienmitglieder – Besonderheiten der Aufstellungsarbeit.

 

Übungen, Demonstrationen, praktische Arbeit mit Anliegen der Teilnehmer.

 

Modul 7: Spezielle Bereiche der Aufstellungsarbeit. Strukturaufstellungen, Einzelsetting, Arbeit mit einer schweren Trauma und deren Symptomatik – Grundbegriffe.

Datum: Juli-September 2016

Ablauf:  5 Tage (3 Tage – Theorie, 2 Tage – praktische Übungen)

Uhrzeit: 10.00-19.00

1. Strukturaufstellungen und Problemaufstellungen:

1.1. Ziele und Basisformate von Strukturaufstellungen. Einführung der Kategorie „Fokus“, seine Bedeutung, Möglichkeiten ihn einzusetzen und Besonderheiten. Tetralemmaaufstellung.

1.2. Aufstellung von körperlichen Symptomen, Krankheiten, innerlicher Gestalten und Träumen;

1.3. Aufstellung zur Änderung blockierender Glaubenssätze und Einstellungen;

1.4. Strukturaufstellungen eines Märchens, eines Szenarien;

1.5. Metaaufstellungen (Aufstellung in einer Aufstellung).

2. Einzelstettings und deren Unterschiede im Vergleich zu einer Gruppenarbeit:

2.1. Arbeit mit den Objekten im Raum, Bodenankern und Figuren;

2.2. Aufstellung in der Imagination.

3. Symptomaufstellungen und Arbeit mit schweren Traumata:

3.1. Besonderheiten der Aufstellung im Fall eines Traumas. Sicherheitstechnik. Schutzmaßnahmen;

3.2. Vierteiliges Modell “Körper-Emotionen-Intellekt-Geist”, dessen Vorteile und Besonderheiten bei der Einsetzung.

 

Übungen, Demonstrationen, praktische Arbeit mit Anliegen der Teilnehmer.

 

Modul 8: Organisationsaufstellungen und deren Besonderheiten. Andere Typen der modernen Aufstellungsarbeit. Kurze Übersicht. Supervision mittels Aufstellungen.

Datum: Januar-Februar 2017

Ablauf: 5 Tage (3 Tage – Theorie, 2 Tage – praktische Übung)

Uhrzeit: 10.00-19.00

1. Organisationsaufstellung. Einleitung in das Thema:

1.1. Unterschiede zwischen einer Organisations- und einer Familienaufstellung;

1.2. Grundordnung- und Dynamiken in einer Organisation;

1.3. Beispiel einer Organisationsaufstellung.

2. Andere Arten der Aufstellungsarbeit. Kurze Übersicht:

2.1. Online-Aufstellung, unter anderem in einer Online-Gruppe;

2.2. Integrale Aufstellung;

2.3. Autopoetische Aufstellungen;

2.4. Scharaufstellung;

2.5. Verdeckte Aufstellungen und deren Einschränkungen.

3. Grundlagen einer Supervision mittels Aufstellungen. Beispiele einer Supervision mit Klienten der Kursteilnehmer.

 

Übungen, Demonstrationen, praktische Arbeit mit Anliegen der Teilnehmer.

 

Programm der praktischen Übungen, Selbsterfahrung und Hospitation

 

Die Kursteilnehmer haben die Gelegenheit angeeignete Fähigkeiten in der Praxis umzusetzen, indem sie in einer kleinen Gruppe von 12-15 Personen unter Aufsicht des Aufstellers oder eines Assistenten.

In diesen Gruppen lernen die Kursteilnehmer, wie man eine Systemaufstellung und deren einzelne Elemente (die der Anfangsmodulen) selbständig durchführt. Außerdem gehört zu diesem praktischen Teil auch das Absolvieren eines Praktikums bei erfahrenen Aufstellern, das Erlernen einiger Supervisionselementen und der Selbsterfahrung im Einzel- und Gruppenformat.

Die letzten Module beinhalten die Demonstration selbstständiger Arbeit der Auszubildenden und Supervision ihrer Arbeit durch Trainer.

Ein wichtiges Element des praktischen Teils ist die Arbeit an dem therapeutischen Stil des Systemaufstellers.

Es ist ein Minimum von zwei Aufstellungen als Klient und zwei als Aufsteller während der Praxisphase zu leisten.

In der Selbsterfahrungsarbeit werden folgende Aspekte durchaus berücksichtigt:

  • Präsenz und Authentizität
  • Aufmerksamkeit und Wachsamkeit
  • Wahrnehmung, Intuition, Selbstbeobachtung
  • Beobachtung eigener Emotionen und von „Leichen im Keller“
  • Eigene Öffnung in einer Lerngruppe
  • Blinde Flecke, Schattenseiten: Wie geht man sie an?

 

Im praktischen Teil eines Aufstellungstrainings bringen wir den Kursteilnehmern bei, wie man folgende Tools einsetzt:

  • Hypothesenformulierung
  • Fokus
  • Offenes Herangehen
  • Eigene Ansichten zurückstellen
  • Aufmerksamkeit, Wachsamkeit, Ernsthaftigkeit

 

Supervisionsmodule

 

Besprechen typischer und außergewöhnlicher Fälle aus der Praxis und eine Supervisionsaufstellung.

In unserem Seminar werden alle Studierende zu der selbständigen Arbeit vorgestellt. Bei Bedarf kann in die Aufstellung unterstützend eingemischt und notwendige Korrekturen unternommen werden.

 

Um als ein Systemaufsteller zertifiziert zu werden, muss man mindestens 2 Supervisionsmodule (3 Tage jeweils) erfolgreich bestanden haben.

Jeder Studierende muss mindestens 2 eigenständige Supervisionsaufstellungen durchführen können. Dabei können sowohl externe als auch eigene Klienten involviert werden.

In den ersten Modulen werden Studierende in Peer-Gruppen eingeteilt. Über die Arbeit in jeder von den Gruppen werden die Studierenden einen kleinen Bericht verfassen.

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